Technische Definition
Molybdat bezeichnet die Konzentration gelöster Molybdat-Ionen (MoO₄²⁻) im Heizungswasser, ausgedrückt in Milligramm pro Liter (mg/L).
In geschlossenen Heizungsanlagen kommt Molybdat häufig in Korrosionsschutzmittel-Formulierungen vor. Fernox Protector F1 enthält beispielsweise als Bestandteil seines Inhibitorpakets eine Natriummolybdatverbindung. Fernox verwendet die Molybdatmessung als Möglichkeit, die Konzentration von Fernox Protectors und anderen molybdatbasierten Inhibitoren im Anlagenwasser zu bestimmen.
Molybdatbasierte Inhibitoren tragen im Rahmen einer umfassenderen Inhibitorformulierung dazu bei, metallische Anlagenkomponenten vor Korrosion zu schützen. Die Messung des Molybdatgehalts kann daher Aufschluss darüber geben, ob eine geeignete Korrosionsschutzbehandlung vorhanden ist und in ausreichender Konzentration aufrechterhalten wird.
Vereinfachte Definition
Molybdat ist eine Chemikalie, die häufig in Korrosionsschutzmitteln für Heizungsanlagen vorkommt.
Durch die Prüfung des Molybdatgehalts im Wasser lässt sich feststellen, ob die Anlage genügend Inhibitor enthält, um Heizkessel, Heizkörper, Rohrleitungen und andere Metallkomponenten vor Korrosion zu schützen.
Molybdat ist wichtig, weil es als nützlicher Indikator für die Konzentration molybdatbasierter Korrosionsschutzmittel in der Heizungsanlage dienen kann.
Fernox verwendet Molybdat gezielt als Messparameter in seinem Express-Inhibitor-Test und Instant-System-Test. Mit dem Express-Inhibitor-Test lassen sich Fernox Protector-Produkte und andere Inhibitoren auf Molybdatbasis nachweisen. Fernox zufolge bedeutet ein Inhibitor-Testergebnis von 100 ppm oder mehr, dass das System ausreichend geschützt ist, während ein Ergebnis unter 100 ppm darauf hindeutet, dass eine Nachdosierung erforderlich sein könnte.
Ein niedriger oder unerwarteter Molybdatwert kann auf Folgendes hindeuten:
Unzureichender Korrosionsinhibitor im System.
Ein Inhibitor, der durch wiederholtes Auffüllen mit Frischwasser verdünnt wurde.
Verlust von aufbereitetem Systemwasser durch Lecks, Ablassen oder Wartungsarbeiten.
Ein System, das wiederbefüllt wurde, ohne den Inhibitor korrekt nachzudosieren.
Eine fehlerhafte Anfangsdosierung der Behandlungschemikalie.
Ein System, in dem möglicherweise ein Inhibitor ohne Molybdatbasis verwendet wird. In diesem Fall bedeutet ein niedriger Molybdatwert nicht zwangsläufig, dass kein Inhibitor vorhanden ist.
Eine Änderung des Aufbereitungsverfahrens im System seit einer vorherigen Wasseranalyse.
Ein ausreichender Inhibitorgehalt ist wichtig, denn unbehandeltes oder unzureichend behandeltes Heizungswasser kann zu innerer Korrosion führen. Fernox Protector F1 wurde speziell entwickelt, um langfristigen Schutz vor innerer Korrosion und Kalkablagerungen zu bieten. Es eignet sich für Systeme mit verschiedenen Metallen, einschließlich Aluminium.
Unzureichender Inhibitorschutz kann zu Folgendem beitragen:
Bildung von Eisenoxid- und Magnetitschlamm.
Korrosion von Heizkörpern und Stahlrohrleitungen.
Korrosion von Aluminium und anderen Metallkomponenten bei ungeeigneten Wasserbedingungen.
Erhöhte Gehalte an gelösten und suspendierten Korrosionsprodukten.
Kalte Stellen an Heizkörpern und eingeschränkte Zirkulation.
Verschmutzung von Pumpen, Ventilen und Wärmetauschern.
Verringerte Systemeffizienz.
Undichtigkeiten und vorzeitiger Ausfall von Komponenten in schwerwiegenderen Fällen.
Die Prüfung auf Molybdat ist besonders wertvoll, da sich das Vorhandensein eines Inhibitors nicht zuverlässig allein anhand des Anlagenwassers feststellen lässt. Eine Laboruntersuchung oder ein geeigneter Test vor Ort liefert einen objektiven Nachweis dafür, dass eine angemessene Konzentration eines Inhibitors auf Molybdatbasis vorhanden ist.
Molybdat sollte daher zusammen mit Parametern wie Eisen, Kupfer, Aluminium, pH-Wert, Leitfähigkeit und Schwebstoffen berücksichtigt werden, wenn beurteilt wird, ob die Anlage ausreichend vor Korrosion geschützt ist.
Molybdat sollte normalerweise nicht isoliert bewertet werden. Seine Bedeutung hängt stark von der Art des in der Heizungsanlage verwendeten Inhibitors ab.
Eine niedrige Molybdatkonzentration ist besonders aussagekräftig, wenn eine Behandlung auf Molybdatbasis wie Fernox Protector vorhanden sein sollte. Einige Inhibitorformulierungen verwenden jedoch andere Korrosionsschutzchemikalien. Ein niedriger Molybdatwert beweist daher nicht automatisch, dass die Anlage überhaupt nicht behandelt wurde. Fernox beschreibt seinen Express Inhibitor Test ausdrücklich als Test für Fernox Protector und andere Inhibitoren auf Molybdatbasis.
Außerdem ist es wichtig, zwischen der Molybdatkonzentration und der Gesamtleistung des Inhibitors zu unterscheiden. Molybdat kann einen Hinweis auf die Inhibitorkonzentration geben, doch der Gesamtschutz der Heizungsanlage hängt auch von Faktoren wie der korrekten Dosierung, dem pH-Wert, der Wasserchemie, dem Verschmutzungsgrad und dem Zustand der Anlage ab.
Wird ein Fernox Protector auf Molybdatbasis verwendet, kann das Ergebnis daher einen wichtigen Hinweis darauf geben, ob die Anlage korrekt dosiert wurde und weiterhin ausreichend behandelt ist.